Artikel

Mehr über agiles Führen erfahren

In meinem letzten Newsletterbeitrag habe ich darauf hingewiesen, dass wir mit unserer Reihe ACT Führungskräften grundlegende Tools vermitteln wollen, die sie in Zeiten einer sich verändernden Führungskultur brauchen. Wir bieten keine Ausbildung in Agilem Management an, denn das ist sozusagen „nicht unsere Baustelle“ -  wir bieten an, was als ( Führungs-) Persönliche Voraussetzung dafür begriffen werden kann: Profundes Wissen darüber, wie Kommunikation funktioniert, Coachingualitäten, Kenntnisse über neue Führungsstandards und persönliche Weiterentwicklung.

Doch Agiles Management ist ein wichtiges und spannendes Thema. Wer sich schon einmal theoretisch mit Agilem Management beschäftigen möchte, dem kann ich das Buch „Agile Unternehmen“ von Valentin Novotny, erschienen bei BusinessVillage, empfehlen.
Der Autor bietet eine sehr gute, sehr gründliche Einführung in das Thema und beginnt damit, was „Agil“ überhaupt bedeutet, was agile Teams auszeichnet, welches agile Prinzipien und Werte sind. Mir hat gefallen, dass er die im agilen Management verwendete Terminologie, die keineswegs immer selbsterklärend ist, so erläutert, dass man etwas damit anfangen kann. Bei seiner Darstellung der agilen Prinzipien und Werte springt ins Auge, dass da in sehr vielen Unternehmen noch erheblicher Handlungsbedarf bestehen dürfte - aber darauf brauche ich nicht näher einzugehen, das wird jeder Leser selbst erkennen.

Schließlich bietet er einen guten Überblick über die drei Techniken, die im agilen Management die Hauptrolle spielen, allesamt hochinteressante Methoden, die sich revolutionär unterscheiden von dem, was bisher gängige Arbeitspraxis war (und häufig noch ist). Diese Techniken sind:

1. Scrum, Zitat: „Scrum ist eine Systematik, die es ermöglicht, ein Team so miteinander in eine regelmäßige Kommunikations- und Feedbackschleife zu bringen, dass es über sich hinauswächst und in einer hochflexiblen Weise Kundenanforderungen und Impulse von außen aufnehmen kann.“ Doch keine Sorge, es bleibt nicht so abstrakt und theoretisch, der Autor spricht über alle Bauelemente von Scrum und bietet viele Beispiele.

2. Kanban, ein System, dessen fünf entscheidenden Merkmale der Autor einführend so zusammenfasst, Zitat: „ 1. Die getane Arbeit wird sichtbar - für alle. 2. Das, was gerade in Arbeit ist, ist limitiert - immer. 3. Der Durchfluss wird klug gesteuert - von allen. 4. Feedbackschleifen werden durchlaufen - von allen. 5. Es findet Weiterentwicklung statt - miteinander.
Auch dieses Kapitel füllt der Autor mit Leben durch gründliche Darstellung und viele Beispiele.

und 3. Design Thinking, bei dem es darum geht, nicht länger hauptsächlich oder gar ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der technischen Lösbarkeit von Problemen an neue Aufgaben heranzugehen, Zitat: „… es stehen Nutzerwünsche und _Bedürfnisse sowie nutzerorientiertes Erfinden im Zentrum des Prozesses. Design Thinker schauen durch die Brille des Nutzers auf das Problem und begeben sich dadurch in die Rolle des Anwenders.“

Diese wenigen Beispiele genügen vielleicht schon, um auf das Buch neugierig  zu machen, das eine große Fülle weiterer Informationen, Beispiele und Anwendungstipps bietet.